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Schostakowitsch wirkte nach seinem Studium als
Konzertpianist und als Mitarbeiter am Leningrader “Theater der
Arbeiterjugend”. In jener Periode kam es zu heftigen geistigen
Auseinandersetzungen über den Weg der sowjetischen Kunst, und erst im Laufe
eines komplizierten Prozesses gelang es, die Einflüsse der
spätbürgerlichen westlichen Moderne zu überwinden. In dieses Zeit
entstanden auch Schostakowitschs Opern “Die Nase” (Satire auf den
Staatsapparat des Zarenreiches) und “Katerina
Ismailowa”.
Schostakowitsch eroberte sich im Laufe seines
reichhaltigen Schaffens alle musikalischen Genres: Sinfonie, Ballett, Oper,
Kammermusik (darunter 15 Streichquartette), Konzert, Lied, Romanze, Kantate,
Oratorium.
1937 bis 1941 lehrte er am Leningrader und 1943
bis 1948 am Moskauer Konservatorium. 1954 bekommt er den Weltfriedenspreis
verliehen und wird Mitglied der Akademie der Künste der DDR. 4 Jahre
später wurde ihm der Titel Dr. mus. h. c. der Universität Oxford
verliehen. Ab 1958 lebt er als freischaf-fender Komponist in Moskau. 1966
erhielt er als erster Komponist die Auszeichnung “Held der sozialistischen
Arbeiterbewegung”. Er starb am 9. August 1975 in Moskau.
Überblickt man das Schaffen des
Komponisten, so treten drei große Perioden zutage:
1. Die
Zeit zwischen 1925-36: war erfüllt vom leidenschaftlichen Suchen nach
neuen, der jungen Sowjetkunst angemessenen Inhalten und Wegen.
2. Die
Zeit zwischen 1936-54: Unterstützung der kommunistischen Partei der
Sowjetunion, volksverbunde, realistische, sozialistische
Kunstauffassung.
3. Die
Zeit zwischen 1954-75: Werke für den Weltfriedenskampf,
jugendlich-beschwingtes Klavierkonzert op. 102, weitere Beiträge zur
Entwicklung der sowjetischen Unterhaltungskunst.
Lebenslauf:
* 25. September 1906 in Sankt
Petersburg
1917 tiefer Eindruck durch die
Oktoberrevolution
1919 Studium am Konservatorium in Petrograd in
Klavier und Komposition
1926 Beendigung des Studiums, großer
internat. Erfolg mit der 1. Sinfonie
1937-1941 lehrte er am Leningrader
Konservatorium
1943-1948 lehrte er am Moskauer
Konservatorium
1954 Weltfriedenspreis, Aufnahme an der Akademie
der Künste der DDR
1958 Titel Dr. mus. h. c. der Universität
Oxford
danach freischaffender Komponist in
Moskau
† 9. August 1975 in
Moskau
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